Durch die vielen Kriegsflüchtlinge war Wohnraum knapp geworden und die Ferienunterkunft "Haus Sonnenblume" wurde zu Wohnungen umfunktioniert.
Das Diakonische Werk war der Eigentümer.
Zu Zeiten der DDR wurde versucht, dieses Haus durch die Diakonie für Dienstwohnungen zu nutzen, da es im Seebad mehrere Diakonische Einrichtungen gab, die dringend für Ihre Mitarbeiter Wohnungen brauchten.
Selbst als das Nebengebäude wegen starker Baumängel baupolizeilich gesperrt wurde blieb es noch geraume Zeit bewohnt.
Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands entspannte sich die Situation. Dienstwohnungen waren nun nicht mehr üblich und für den Umbau einer Diakonischen Einrichtung musste auch kein neuer Wohnraum mehr vorgehalten werden.
So wechselte das Anwesen seinen Besitzer und nach einer totalen Entkernung wurden die beiden Häuser saniert und umgebaut. Im Vorderhaus wurden zwei Dauerwohnungen eingerichtet und im Hinterhaus befinden sich die Ferienwohnungen.
01.07.1895 - auf dem Glienberg wird die Kirche nach einjähriger Bauzeit fertiggestellt und am 16.07.1895 geweiht.
Zu dieser Zeit ist Zinnowitz noch nicht sehr groß und die Bebauung auf dem Glienberg nur wenig vorangeschritten. Die ersten Parzellen für Villen auf dem Glienberg sind erst um 1870 gebildet worden und schon damals waren der Grundstückserwerb und der Bau einer Villa nicht gerade preiswert. Auch Haus Sonnenblume existiert zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
1905 erhielt auch die Parzelle, die heute die Anschrift Glienbergweg 4 trägt, ihre Zuteilung.
Eine Evangelische Schwesternschaft wollte das Grundstück als Erholungsort für ihre, durch ein starkes soziales Arrangement beanspruchten Schwestern nutzen.
Noch im selben Jahr wurde das Gebäude errichtet und die Schwestern nannten es
„Haus Sonnenblume“.
Das Haupthaus wurde 1995 bezugsfertig und nach der abgeschlossenen Sanierung des Hinterhauses konnten 1998 die ersten Gäste in der Ferienwohnung begrüßt werden.